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Borelliose

Aktualisiert: 16. Jan 2019

Herausgeber: EQUO VADIS UG - Karin Kattwinkel



Mein Pferd hat Borreliose – was kann ich tun?


Im Frühjahr erwacht die Natur aus dem Winterschlaf, alles beginnt wieder zu wachsen. Leider kommen mit der Wärme

auch unliebsame Bewohner von Wiesen und Wäldern – die Zecken. Sie sind nicht nur lästige Parasiten sondern auch

Überträger von Krankheiten. Insbesondere für Pferde als Weidetiere besteht eine erhöhte Gefahr an Anaplasmose oder der

Lyme-Borreliose zu erkranken.


Die Infektion mit Borreliose ist inzwischen deutschlandweit verbreitet. Was sich hinter der Krankheit verbirgt und was diese für Folgen für Pferde haben kann, darum geht es in dieser Rosskur.


Erreger der Borreliose


Die Borreliose oder auch Lyme-Krankheit ist eine Infektionskrankheit, die durch Spirochäten (Schraubenbakterien) der Gattung Borrelia hervorgerufen wird. Sie wird Lyme-Borreliose genannt, weil die ersten, gehäuften Krankheitsfälle in der amerikanischen Stadt Lyme, Conneticut, U.S.A, aufgetaucht sind.


Der Erreger der Borreliose, das Bakterium Borrelia burgdorferi, ist eng verwandt mit dem Erreger der Syphilis. Daher wird Borreliose in Frankreich auch als die „Syphilis des Waldes“ bezeichnet. Hauptübertr.ger der Bakterien ist die Zecke, genauer gesagt der sogenannten Holzbock aus der Familie der Schildzecken. Aber auch in Insekten wie Mücken, Fliegen und Bremsen wurden Borrelien bereits nachgewiesen. Weiterhin fand man die Bakterien in Urin und Biestmilch bei Hunden, Rindern und Mäusen. Die Übertragung über die Plazenta eines infizierten Muttertieres auf das Ungeborene ist ebenfalls möglich, d. h. es besteht die Gefahr von Totgeburten oder Schädigungen des Ungeborenen. Eine direkte Übertragung der Borrelien von Mensch zu Mensch und Tier zu Tier ist nicht bekannt.


Von Infektionen mit Borreliose sind vor allem Tiere wie Pferde, Rinder, Ziegen, Hunde und Katzen betroffen.


In Europa existieren sechs unterschiedliche Arten der Borrelien: B. burgdorferi sensu stricto, B. garinii, B. afzelii, B.valaisiana, B. lusitaniae und B. spielmani. Bis auf B. lusitaniae wurden alle Erreger auch in Zecken in Deutschlandgefunden. Bei Tieren konnte bisher nur B. burgdorferi sensu stricto zweifelsfrei als Krankheit auslösende Borrelien-Spezies identifiziert werden.


Weitere Themen im Heft:

  • Krankheitsverlauf der Borreliose

  • Symptome bei Pferden in der Übersicht

  • Schwierige Diagnose

  • Alternativtherapie Bioresonanz

  • Impfungen

  • Borreliose bei Menschen

  • Die häufigsten 10 Irrtümer über Zecken

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